TESTBERICHT:
2000er Corvette Targa C5
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"Copyright by CHROM & FLAMMEN 2003", Text: Bernd Bartels Fotos: Thomas Frankenstein
Keine Frage - die Corvette C5 ist ein echter Leckerbissen unter den Sportwagen. Wem die ab Werk gebotene Performance trotzdem zu fad sein sollte, kann einen Blick in die Speisekarte von Geiger Performance werfen. Uns wurde eine 2000er Targa Corvette serviert, und schon nach kurzem Schnuppern war klar: Gegen das, was Geiger hier angerichtet hat, ist alles andere nur ein Kinderteller.


Natürlich wird eine solche Feinschmecker-Corvette nicht einfach so gebaut, sondern sie wird bestellt. In diesem Fall von einem Geschäftsmann aus dem Süddeutschen, der eine Corvette wollte, die optisch und leistungsmäßig ihresgleichen sucht. Basis für das Tuning war eine C5-Corvette, die bereits werksseitig mit Headup-Display, Zweizonen-Klimaanlage, Sportsitzen, Z-51-Sportfahrwerk, Sechsgang-Schaltgetriebe und Glasdach ausgestattet war. Doch was der eine mehr als ausreichend findet, hielt unser Geschäftsmann für verbesserungswürdig. Also her mit einem kräftigeren Motor- oder sagen wir es lieber gleich: mit einem Killer-V8. Der von 5,7 auf 6,2 Liter vergrößerte Hubraum mag Big-Block-Fahrer vielleicht noch nicht ängstigen, doch spätestens bei 603 Nm und 475 PS fangen auch harte Jungs an zu schlucken. Noch heftigere Reaktionen beschwören die Fahrleistungen herauf: 0 auf 100 km/h in glaubwürdigen 4,3 Sekunden, Top-speed jenseits von 330 km/h.


Doch wen wundert`s. schließlich hat diese Geiger-Corvette PS! Neben der Hubraumvergrößerung per Kurbelwelle sind andere Pleuel und Kolben, bearbeitete Zylinderköpfe, ein komplett überarbeiteter Ventiltrieb sowie ein Sportauspuff mit Fächerkrümmer und viel Abstimmungs Know-how der Grund für die Leistungsexplosion des Chevy-Motors. Wer so schnell fahren kann, sollte auch schnell wieder zum Stehen kommen. Die Lösung: Bremsscheiben im Pizzateller-Format. Vorne werden innenbelüftete, gelochte Brembo-Scheiben mit 322 mm Durchmesser von Vierkolbensätteln in die Zange genommen, hinten wurden die Serienscheiben lediglich gelocht.


Gnadenloses Beschleunigen und Bremsen ist damit abgehakt-im positiven Sinne. Was noch fehlt, ist eine Kart-mäßige Kurvenlage. Hier setzten die Leute von Geiger auf eine Tieferlegung (30 mm) durch straffere Blattfedern.
Einstellbare Stabis und Querlenker mit Polybuchsen komplettieren das Fahrwerks-Setup. Als Felgen wurden hauseigene “Le Mans"- Räder in 9 x 18- bzw 10,5 x 18 gewählt, die vorne 245er und hinten 285-Gummis. Dass soviel Sportlichkeit nicht zu Lasten des Komforts gehen muss, beweist die Innenausstattung. Umgeben von zweifarbigen Leder, blickt der Fahrer auf ein Alpine-System, das neben Musik auch DVDs abspielen kann. Navigationssystem und ein festinstalliertes Telefon sind ebenfalls an Bord, so dass man fast nicht mehr aussteigen möchte. Es sei denn, um die grüne Sonderlackierung dieser Delikatesse zu bewundern.
Technik/Messwerte/Kosten
2000er Corvette Targa C5
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Motor:
Kraftübertragung:
Bremsen:
Fahrwerk:
Räder/Reifen:
Interieur:
Fahrleistungen:
Sonstiges:
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